| Forschungszulagenrechner
Autor: Dr. Leo Wangler
29. November 2021
Die Beantragung der Forschungszulage beim Finanzamt
Die Beantragung der Forschungszulage beim Finanzamt

Mittlerweile sind viele Unternehmen bereits mit den Anforderungen zur Beantragung der Forschungszulage gegenüber der Bescheinigungsstelle (BSFZ) vertraut.

Für den zweiten relevanten Schritt, nämlich der Beantragung der Forschungszulage gegenüber dem Finanzamt, ist das Erfahrungswissen hingegen geringer. Um Unternehmen, die sich gerade in dieser Phase der steuerlichen Geltendmachung der Forschungszulage beim Finanzamt befinden, zu unterstützen, hat das Bundesministerium der Finanzen eine Handreichung veröffentlicht. Das Dokument „Übersicht zum Antrag auf Forschungszulage“ listet die zentralen Fragen auf, die bei der Beantragung der Forschungszulage über die Online-Plattform „Mein ELSTER“ abgefragt werden.

Das Formular ist modular aufgebaut. Die erforderlichen Eingaben beziehen sich auf:

  1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
  2. Angaben zu Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
  3. Weitere Informationen zu Themen wie De-Minimis-Verordnung und EU-Beihilferecht

Relevante Eingaben, die bereits bei der BSFZ gemacht worden sind, lassen sich in das ELSTER-Antragsformular importieren, was den administrativen Aufwand bei der Antragstellung deutlich reduziert.

Dr. Leo Wangler
Dr. Leo Wangler

Dipl. Volkswirt und Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Innovation und Technik (iit)


5. Oktober 2021
Forschungsförderung für Start-ups
Forschungsförderung für Start-ups

Wie hoch ist die Forschungsförderung für Start-ups?

Für Start-ups gelten keine gesonderten Regelungen. Die maximale Förderhöhe für Start-ups liegt bei 1.000.000 Euro.

Was kann ein Start-up als Bemessungsgrundlage verwenden?

Die Bemessungsgrundlage für Start-ups ist die gleiche wie für andere Unternehmen auch. Absetzbar sind Aufwände für das FuE-Personal (bis zu 4 Mio. Euro i. H. v. 25 Prozent) und anerkannte FuE-Aufwände der Auftragsforschung sind mit 15 Prozent absetzbar.

Wie kann ein Start-up andere Förderungen (EXIST, ZIM, KMU-Innovativ, etc.) zusammen mit der Forschungsförderung nutzen?

Die Forschungszulage lässt sich nur für jene FuE-Vorhaben beantragen, für die keine Förderung in anderen (öffentlichen) Programmen erfolgt. Eine Doppelförderung ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Wie kann ein Start-up, im Auftrag eines anderen Unternehmens, forschen und von der Forschungszulage profitieren?

Die Auftragsforschung ist beim Aufraggeber absetzbar, weil dieser auch das Entwicklungsrisiko zu tragen hat. Start-ups die selbst im Auftrag bzw. Unterauftrag forschen können  daher nicht direkt von der Forschungszulage profitieren. 

Dr. Leo Wangler
Dr. Leo Wangler

Dipl. Volkswirt und Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Innovation und Technik (iit)


29. März 2021
Die Identifikation förderfähiger Projekte und Dokumentationspflicht
Die Identifikation förderfähiger Projekte und Dokumentationspflicht

Am Anfang einer Antragsstellung auf steuerliche Forschungszulage müssen Unternehmen Projekte identifizieren, die für die Forschungszulage in Frage kommen. Damit steht zunächst die Frage im Raum: Welche Vorhaben weisen Forschungs- und Entwicklungs-(FuE) Anteile auf. Hierbei ist zu klären und zu

erläutern, dass es sich bei dem Vorhaben tatsächlich um ein Forschungs- und

Entwicklungsprojekt handelt. Dazu müssen Projekte einen Neuigkeitsgrad aufweisen und der dahinterstehende Prozess (technologischen) Risiken ausgesetzt sein. Hinzu kommen die weiteren Frascati-Kriterien, die positiv beantwortet werden müssen.

Anschließend stellt sich die Frage nach den Nachweis- und Dokumentationspflichten. Hinsichtlich der Dokumentationspflichten (Stundenkontierung etc.) empfiehlt es sich, dass Unternehmen rechtzeitig relevante Strukturen zur Dokumentation schaffen, denn im Nachgang lässt sich das nur schwer implementieren. Die rechtzeitige Schaffung von Dokumentationsstrukturen ist vor allem wichtig, da Unternehmen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bis zu vier Jahre später für eine steuerliche Forschungsförderung geltend machen können. Auch dieser Punkt spricht sehr dafür, von Anfang an die unternehmensinternen Prozesse mit der Forschungszulage in Einklang zu bringen, unabhängig davon, ob die Förderung für das einzelne Vorhaben tatsächlich in Anspruch genommen wird.

Dr. Leo Wangler
Dr. Leo Wangler

Dipl. Volkswirt und Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Innovation und Technik (iit)


28. März 2021
Die Nachweise förderfähiger Aufwendungen gegenüber dem Finanzamt

Die Nachweise förderfähiger Aufwendungen gegenüber dem Finanzamt

Durch die elektronische Schnittstelle zwischen Bescheinigungsstelle und Finanzamt wird die Bescheinigung auf die steuerliche Forschungszulage direkt und automatisch an das Finanzamt übermittelt. Allerdings müssen Unternehmen aktiv einen Antrag auf Forschungszulage beim zuständigen Finanzamt stellen. Das Finanzamt entscheidet im Rahmen der Antragsbearbeitung, ob und in welchem Umfang zusätzliche Unterlagen

eingefordert werden, um die Forschungszulage zu bewilligen. Anschließend sind Nachweise über die im Antrag aufgeführten förderfähigen Aufwendungen im Unternehmen zu dokumentieren und vorzuhalten. Dies betrifft zum einen die Dokumentation des Fortschritts des FuE-Vorhabens am Jahresende als auch die zeitnahe Stundenerfassung von in den FuE-Vorhaben explizit mit Forschung und Entwicklung betrauten Personals als auch etwaige Eigenleistungen.

Dr. Leo Wangler
Dr. Leo Wangler

Dipl. Volkswirt und Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Innovation und Technik (iit)


28. März 2021
Die Identifikation förderfähiger Projekte und Dokumentationspflicht

Am Anfang einer Antragsstellung auf steuerliche Forschungszulage müssen Unternehmen Projekte identifizieren, die für die Forschungszulage in Frage kommen. Damit steht zunächst die Frage im Raum: Welche Vorhaben weisen Forschungs- und Entwicklungs-(FuE) Anteile auf. Hierbei ist zu klären und zu erläutern, dass es sich bei dem Vorhaben tatsächlich um ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt handelt. Dazu müssen Projekte einen Neuigkeitsgrad aufweisen und der dahinterstehende Prozess (technologischen) Risiken ausgesetzt sein. Hinzu kommen die weiteren Frascati-Kritierien, die positiv beantwortet werden müssen.

Anschließend stellt sich die Frage nach den Nachweis- und Dokumentationspflichten. Hinsichtlich der Dokumentationspflichten (Stundenkontierung etc.) empfiehlt es sich, dass Unternehmen rechtzeitig relevante Strukturen zur Dokumentation schaffen, denn im Nachgang lässt sich das nur schwer implementieren. Die rechtzeitige Schaffung von Dokumentationsstrukturen ist vor allem wichtig, da Unternehmen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bis zu vier Jahre später für eine steuerliche Forschungsförderung geltend machen können. Auch dieser Punkt spricht sehr dafür, von Anfang an die unternehmensinternen Prozesse mit der Forschungszulage in Einklang zu bringen, unabhängig davon, ob die Förderung für das einzelne Vorhaben tatsächlich in Anspruch genommen wird.

28. März 2021
Der Nachweise förderfähiger Aufwendungen gegenüber dem Finanzamt

Durch die elektronische Schnittstelle zwischen Bescheinigungsstelle und Finanzamt wird die Bescheinigung auf die steuerliche Forschungszulage direkt und automatisch an das Finanzamt übermittelt. Das Finanzamt entscheidet im Rahmen der Antragsbearbeitung, ob und in welchem Umfang zusätzliche Unterlagen eingefordert werden, um die Forschungszulage zu bewilligen. Anschließend sind Nachweise über die im Antrag aufgeführten förderfähigen Aufwendungen im Unternehmen zu dokumentieren und vorzuhalten. Dies betrifft zum einen die Dokumentation des Fortschritts des FuE-Vorhabens am Jahresende als auch die zeitnahe Stundenerfassung von in den FuE-Vorhaben explizit mit Forschung und Entwicklung betrauten Personals als auch etwaige Eigenleistungen.

18. Dezember 2020
Die Dokumentation von Personalstunden zur Rechenschaftspflicht
Die Dokumentation von Personalstunden zur Rechenschaftspflicht

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) stellt unter diesem Link eine Tabelle für die Dokumentation der Personalstunden zur Verfügung, die der Rechenschaftspflicht für die Forschungszulage unterliegen. Aus dem Dokument wird gut ersichtlich, was das BMF im Rahmen der Bemessungsgrundlage anerkennt. In jedem Fall haben die Unternehmen Arbeitsstunden dem bescheinigten FuE-Vorhaben zuzuordnen. Es wird von forschenden Mitarbeitenden gesprochen, also den Mitarbeitenden, die

aufgrund ihrer Ausbildung bzw. dem akademischen Hintergrund nach in der Lage sind Forschung und Entwicklung durchzuführen bzw. zu leisten. Berücksichtigt werden nur die Arbeitsstunden, die unmittelbar mit FuE-Aktivitäten im Zusammenhang stehen. Diese sind zu unterscheiden von Arbeitstätigkeiten, die mittelbar (z.B. in Form von Management, Verwaltung, Logistik oder sonstigen Dienstleistungen) dem FuE-Vorhaben dienen. Das BMF verweist in der Tabelle darauf, dass diese mittelbaren Arbeiten nicht berücksichtigt werden. Dieses Muster (Download) für die Dokumentation der Arbeitsleistungen ist zwar nicht bindend, dient aber auch für den Fall das es nicht genutzt wird als Anhaltspunkt für Unternehmen, für die Aufbereitung ihrer Aufwände im Rahmen der FuE-Vorhaben. Selbstverständlich können Unternehmen auch elektronische ZES nutzen.

Dr. Leo Wangler
Dr. Leo Wangler

Dipl. Volkswirt und Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Innovation und Technik (iit)


17. Dezember 2020
Die Dokumentation von Personalstunden zur Rechenschaftspflicht

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) stellt unter diesem Link eine Tabelle für die Dokumentation der Personalstunden zur Verfügung, die der Rechenschaftspflicht für die Forschungszulage unterliegen. Aus dem Dokument wird gut ersichtlich, was das BMF im Rahmen der Bemessungsgrundlage anerkennt. In jedem Fall haben die Unternehmen Arbeitsstunden dem bescheinigten FuE-Vorhaben zuzuordnen. Es wird von forschenden Mitarbeitenden gesprochen, also den Mitarbeitenden, die aufgrund ihrer Ausbildung bzw. dem akademischen Hintergrund nach in der Lage sind Forschung und Entwicklung durchzuführen bzw. zu leisten. Berücksichtigt werden nur die Arbeitsstunden, die unmittelbar mit FuE-Aktivitäten im Zusammenhang stehen. Diese sind zu unterscheiden von Arbeitstätigkeiten, die mittelbar (z.B. in Form von Management, Verwaltung, Logistik oder sonstigen Dienstleistungen) dem FuE-Vorhaben dienen. Das BMF verweist in der Tabelle darauf, dass diese mittelbaren Arbeiten nicht berücksichtigt werden. Dieses Muster (Download) für die Dokumentation der Arbeitsleistungen ist zwar nicht bindend, dient aber auch für den Fall das es nicht genutzt wird als Anhaltspunkt für Unternehmen, für die Aufbereitung ihrer Aufwände im Rahmen der FuE-Vorhaben.

17. Dezember 2020
Der Zeitraum für die Beantragung der Forschungszulage

Für die Beantragung der Forschungszulage gibt es eine steuerrechtlich maximale Flexibilität für Unternehmen, denn die Forschungszulage kann innerhalb von vier Jahren nach Ablauf des Jahres, für das der Anspruch auf die Forschungszulage entstanden ist, gestellt werden. Sie ist damit nicht direkt an den Jahresabschluss des Jahres gebunden, für den die Forschungszulage geltend gemacht wird. Allerdings gilt es unbedingt zu beachten, dass Unternehmen im Vorfeld eine Bescheinigung benötigen. Es wird daher empfohlen von Beginn an die Prozesse so zu strukturieren, dass die Dokumentationspflichten erfüllt werden. Eine fehlende Dokumentation kann sich im Nachhinein als große Hürde erweisen und den Beantragungsprozess von Neuem auslösen.

17. Dezember 2020
Der Zeitraum für die Beantragung der Forschungszulage
Der Zeitraum für die Beantragung der Forschungszulage

Für die Beantragung der Forschungszulage gibt es eine steuerrechtlich maximale Flexibilität für Unternehmen, denn die Forschungszulage kann innerhalb von vier Jahren nach Ablauf des Jahres, für das der Anspruch auf die Forschungszulage entstanden ist, gestellt werden. Sie ist damit nicht direkt an den Jahresabschluss des Jahres gebunden, für den die Forschungszulage geltend gemacht wird. Allerdings gilt es unbedingt zu beachten, dass Unternehmen im Vorfeld eine Bescheinigung benötigen. Es wird daher empfohlen von Beginn an die Prozesse so zu strukturieren, dass die Dokumentationspflichten erfüllt werden. Eine fehlende Dokumentation kann sich im Nachhinein als große Hürde erweisen und den Beantragungsprozess von Neuem auslösen.

Dr. Leo Wangler
Dr. Leo Wangler

Dipl. Volkswirt und Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Innovation und Technik (iit)