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Forschungszulage für Start-ups:

Bekommen Start-ups auch Forschungszulage?

Grundsätzlich können auch Start-ups die Forschungszulage beantragen. Es gibt hier kein gesondertes Antragsverfahren. Jedoch gibt es bei Start-ups ein paar Besonderheiten

Was ist, wenn ich als Start-up noch keinen Gewinn erwirtschafte?

Auch Start-ups die keinen positiven Ertrag vorweisen können von der Forschungszulage profitieren. In diesem Fall wird die Forschungszulage nicht mit der Unternehmens- bzw. Einkommensteuer verrechnet, sondern das Unternehmen erhält eine Auszahlung.

Gelten für Start-ups besondere Insolvenzregeln?

Folgende AGVO-Regelungen (Externer Link) für Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten als Ausschlusskriterien für die Beantragung der Forschungszulage gelten nicht für Start-ups.

  • Gesellschaften bei denen mehr als die Hälfte des gezeichneten Stammkapitals infolge von aufgelaufenen Verlusten verlorengegangen ist,
  • Gesellschaften bei denen mehr als die Hälfte der in den Geschäftsbüchern ausgewiesenen Eigenmittel infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen ist.

Start-ups kennzeichnen sich dabei durch folgende drei Kriterien:

  1. Unternehmen/Start-ups, die noch keine drei Jahre bestehen;
  2. Unternehmen/Start-ups in den sieben Jahren nach ihrem ersten kommerziellen Verkauf und
  3. Unternehmen/Start-ups die nach einer Due-Diligence-Prüfung durch den ausgewählten Finanzintermediär für Risikofinanzierung in Frage kommen.

Was ist, wenn ein Start-up mehrheitlich einem anderen Unternehmen gehört?

Insofern Sie als abhängiges Unternehmen gelten ist zu berücksichtigen, dass die abhängigen Unternehmen zusammen wie ein einzelnes Unternehmen betrachtet werden. Damit ist für die verbundenen Unternehmen insgesamt die maximale Förderung auf 500.000 Euro gedeckelt. Die Definition verbundener Unternehmen findet sich in § 15 des Aktiengesetzes (AktG).

Wie hoch ist die Forschungsförderung für Start-ups?

Für Start-ups gelten keine gesonderten Regelungen. Die maximale Förderhöhe für Start-ups liegt bei 500.000 Euro.

Was kann ein Start-up als Bemessungsgrundlage verwenden?

Die Bemessungsgrundlage für Start-ups ist die gleiche wie für andere Unternehmen auch. Absetzbar sind Aufwände für das FuE-Personal (bis zu 2 Mio. Euro) und Aufwände für Unteraufträge (bis zu 833.333 Euro).

Wie kann ein Start-up andere Förderungen (EXIST, ZIM, KMU-Innovativ, etc.) zusammen mit der Forschungsförderung nutzen?

Die Forschungszulage lässt sich nur für jene FuE-Vorhaben beantragen, für die keine Förderung in anderen (öffentlichen) Programmen erfolgt. Eine Doppelförderung ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Wie kann ein Start-up, im Auftrag eines anderen Unternehmens forschen und von der Forschungszulage profitieren?

Unteraufträge sind grundsätzlich beim Aufraggeber absetzbar, weil dieser auch das Entwicklungsrisiko zu tragen hat. Start-ups die im Unterauftrag forschen können bezüglich des Unterauftrags daher nicht direkt von der Forschungszulage profitieren. 

Zu den häufig gestellten Fragen


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