Was ist die Forschungszulage? | Forschungszulagenrechner

Was ist die Forschungszulage?

Mit der Forschungszulage können Unternehmen zukünftig 25 Prozent ihrer Aufwendungen für das FuE-Personal steuerlich geltend machen. Hinzu kommt, dass Unteraufträge mit bis zu 60 Prozent beim Auftraggeber steuerlich geltend gemacht werden können. Insgesamt ist die Bemessungsgrundlage jedoch auf 4 Mio. Euro gedeckelt (im Zuge des Corona-Konjunkturpakets wurde der Fördersatz der steuerlichen Forschungszulage rückwirkend zum 01. Januar 2020 und befristet bis zum 31. Dezember 2025 von 2 Mio. Euro auf 4 Mio. Euro pro Unternehmen verdoppelt) und Unternehmen profitieren maximal mit einer Mio. Euro von der Forschungszulage.

Welche Lohnkosten werden bei der Forschungszulage berücksichtigt?

Die absetzbaren Personalkosten setzen sich aus den Arbeitnehmerlöhnen inkl. der vom Arbeitgeber geleisteten Beiträge für die Zukunftssicher des Arbeitnehmers (z.B. Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherung) zusammen. Diese Personalkosten werden mit 25 Prozent gefördert und liegen bei maximal (einschließlich der externen FuE-Aufwände) 1 Mio. Euro. Beispiel: Wenn die Personalkosten 40.000 Euro betragen, werden 25 Prozent gefördert, also 10.000 Euro. Insofern EinzelunternehmerInnnen Eigenleistungen erbringen, sind diese je nachgewiesene FuE-Arbeitsstunde im Zusammenhang mit dem begünstigten FuE-Vorhaben mit 40 Euro pro Stunde absetzbar.

Werden bei den externen FuE-Aufwendungen die Brutto- oder Nettokosten berücksichtigt?

Bei den externen FuE-Aufwendungen sind nur die FuE-Aufwendungen die in einem direkten Bezug zum geleisteten Entgelt stehen (Kosten ohne Umsatzsteuer). Bei externen Aufwendungen werden die Kosten um 40 Prozent reduziert und daher 60 Prozent anerkannt. Wie die internen Personalkosten werden auch diese Kosten mit 25 Prozent gefördert. Die maximale Förderhöhe beträgt (einschließlich der internen FuE-Aufwände) maximal 1 Mio. Euro. Beispiel: Wenn die Auftragsforschung 40.000 Euro kostet, gehen 24.000 Euro in die Berechnung ein. Davon werden 25 Prozent gefördert, also 6.000 Euro.

Wie grenzt sich die Forschungszulage von der Projektförderung ab?

Die in Deutschland umfangreiche und bewährte Projektförderung und die steuerliche FuE-Förderung verfolgen unterschiedliche förderpolitische Ziele. Die „klassische“ Projektförderung soll (Spitzen-) Forschung in technologiespezifischen Bereichen vorantreiben. Zudem stärkt das Instrument der technologie- und branchenoffenen (Spitzen-)Forschungs- und Entwicklungsförderung die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit einer bestimmten Gruppe von Unternehmen (z.B. Mittelstand) gezielt. Die neue steuerliche FuE-Förderung hingegen dient insbesondere dazu, Forschung flexibel in der gesamten Breite zu unterstützen und damit unmittelbar die ganz praktischen Erfordernisse von Unternehmen aufzunehmen. Darüber hinaus soll die themenoffene steuerliche FuE-Förderung dazu beitragen, dass Innovationen entstehen, für die es bisher keine passenden Fördermöglichkeiten gibt. Die Forschungszulage kann daher zusätzlich zur Projektförderung oder auch zu staatlichen Beihilfen gewährt werden.

Zu den häufig gestellten Fragen


Mit dem Forschungszulagenrechner können Sie kostenlos und ganz einfach ermitteln, wie hoch die Forschungszulage für Ihr Unternehmen ist.

Haben Sie noch Fragen zur Forschungszulage?Nehmen Sie jetzt am kostenlosem Webseminar zur Forschungszulage teil!

Die Forschungszulage ist neu und jedes Unternehmen hat andere Herausforderungen. Daher gibt es viele offene Fragen.

Diese und weitere Fragen zur Forschungszulage behandeln wir in unserem kostenlosen Webseminar.

Mehr Informationen